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Roadtrip Australien

Unsere Reise durch Australien ist am 20. August zu Ende gegangen. Nach 110 Tagen und etwa 9’000 km, durften wir am Montag 19. August unser «Wadi» an seinen alten Besitzer übergeben. Wir sind sehr dankbar, hat uns dieser etwas in die Jahre gekommenen Kombi sicher bis nach Melbourne gefahren.

Nun möchten wir euch noch über unsere Route und von unseren Erlebnissen an der Ostküste berichten.

Nachdem wir Anfang Juni das Outback verlassen haben und in Townsville angekommen sind, begann für uns das Erkunden der Ostküste Australiens. Jedoch wurden wir gleich zu Beginn mit regnerischem Wetter begrüsst. Aus diesem Grund endschieden wir uns so rasch wie möglich Richtung Norden aufzubrechen ohne gross das Städtchen Townsville zu erkunden. Wir buchten 6 Nächte am Mission Beach. Dort angekommen, wurden wir mit viel Sonne und perfektem Strand empfangen. Wir hatten wirklich einen super ersten Tag am Mission Beach. Doch dann, hat uns der Regen eingeholt. Es regnete die nächsten 5 Tage meistens wie aus kübeln. Unsere Campingausrüstung wurde ein erstes Mal so richtig geprüft. Alles war dicht, doch trotzdem war es natürlich sehr feucht in unserer Wohnung. Da wir jedoch bereits 6 Nächte gebucht hatten, blieb uns nichts anderes übrig, als die 6 Nächte auszuharren.

Cooktown

Da wir dem Regen entkommen wollten, sind wir dann bis nach Cooktown gefahren. Cooktown ist der nördlichste Punkt an der Ostküste Australiens, welche wir ohne 4×4 anfahren konnten. Das Wetter dort war wirklich sehr schön, jedoch ein wenig windig. Dies ist für dieses kleine verschlafene Städtchen ganz normal. Es windet hier gemäss den Einheimischen eigentlich immer. Die Aussicht beim Leuchtturm, wo Captain Cook 1770 die Region mit seinem Fernglas erkundete, ist wirklich fantastisch. Nur schon für diese Aussicht, hat es sich gelohnt bis dorthin zu fahren. Auch der Leuchtturm ist eine kleine Sehenswürdigkeit. Nice spot,würden die Australier sagen. Ansonsten hat es in Cooktown nicht wirklich viel. Es ist bei den Touristen bekannt, da Captain Cook 1770 hier mit seinem Schiff auf Grund gelaufen ist und er während der Reparatur für einige Wochen hängen geblieben ist.

Port Douglas 

Nach fünf Tagen im sonnigen Cooktown, sind wir langsam Richtung Süden gefahren. Von nun an ging es nur noch Richtung Süden. Die Wetterprognosen meinten es von nun an auch besser mit uns. In Port Douglas angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Bis hierhin, war es nie ein Problem einen Stellplatz für unser Zelt zu finden. Doch in Port Douglas sind wir beim ersten Campingplatz abgeblitzt, alles ausgebucht. Beim zweiten war zum Glück noch was frei. Aber auch sehr begrenzt. Anfang bis Mitte Juli, waren es Winterferien und alle Australier waren mit ihren Anhängern unterwegs. Zudem waren noch alle Rentner aus Victoria im Norden, um dem kalten Winter zu entkommen. Wir sind total 4 Tage in Port Douglas geblieben. Der Strand und der Wochenendmarkt sind wirklich sehr schön und empfehlenswert. Auf dem Markt findet man viele nachhaltige Produkte aus der Region. Es hat auch Früchte und Essensstände wo man sich kulinarisch austoben kann.

Cairns

Von Port Douglas ging es dann Richtung Cairns. Cairns hat eine wunderschöne Esplanade, das ist ein Weg entlang des Meeres, mit vielen Grillstellen, Tische und Sitzgelegenheiten. Zudem noch hat es für die Kinder Wasserspielplätze. Das gefällt uns gut und solche Orte sind übrigens überall in Australien zu finden.

Was noch in Australien sehr bekannt ist, ist der Great Barrier Reef, dass sich über 2000 km erstreckt und in Cairns haben wir uns entschieden einen Ausflug zu buchen, um die Korallenriffe zu bestaunen. Auch da gibt es unzählige Anbieter, wir haben uns für eine familienfreundliche Tour entschieden, damit auch Emilia was davon haben konnte. Die Schifffahrt dauerte etwa 90 Minuten und an diesem Tag war das Meer morgens ein bisschen unruhig. Emilia wurde plötzlich sehr ruhig und wollte bei ihrem Papa bleiben. Sie verzog ein paar Mal das Gesicht aber dann schlief sie zum Glück ein. Ihr Magen hat die Fahrt irgendwie überstanden und glücklicherweise verbrachten wir den Tag auf einer Plattform und nicht auf dem Schiff. So konnten sich auch unsere Mägen von der turbulenten Fahrt erholen. Schnorcheln im offenen Meer war wunderbar, die farbigen Fische waren spannend zu beobachten und der Riff war an diesem Ort nicht allzu fest beschädigt. Leider macht der Mensch aber auch die Natur selbst vieles kaputt. Für die ganz Kleinen, wurde auf der Plattform ein Becken runtergelassen, das mit Meereswasser befüllt wurde. So konnte Emilia auch ein bisschen plantschen. Das Unterdeck der Plattform war verglast, so konnten Kinder oder Nichtschwimmer die Unterwasserwelt ebenfalls bestaunen. Nach dem Mittagessen, ging es noch ein bisschen ins Wasser und dann schon bald wieder zurück. Die Rückfahrt war deutlich ruhiger und am Ende des Tages fühlten wir uns sehr glücklich.

Weiter haben wir in Cairns die Kuranda Rail gemacht und zwar fährt man mit einem alten, sehr schicken Zug mitten durch den Regenwald. Auch sehr eindrucksvoll für uns, wir konnten den Regenwald von so nah beobachten und spüren. In Kuranda haben wir ein paar Stunden verbracht und sind durch das Dörfchen herumgeschlendert und haben ein Picknick im Park genossen. Die Rückfahrt war mit einer Gondel und somit konnten wir die ganze Aussicht von oben geniessen. Auch dieser Ausflug war sehr gelungen und Emilia hatte viel Spass auf der Gondel.

Townsville

Unsere Fahrt ging weiter nach Townsville. Dieses Mal nahmen wir uns ein paar Tage Zeit, um das Städtchen zu erkunden und die Magnetic Island, oder wie die Einheimischen sagen,Magi Islandzu besuchen. Eine ganz hübsche Insel, die wir mit dem Bus und zu Fuss erkundet haben. Die Strände waren gut besucht aber trotzdem war die Atmosphäre sehr gemütlich und entspannt. Diese Insel hat uns auch sehr gut gefallen.

Nach Townsville ging es weiter nach Airlie Beach mit ihrem Whitsundays Island, die man auf keinen Fall verpassen darf. Alles andere darf man vernachlässigen, aber die White Heaven Beach muss man besuchen. Einfach nur WOW. Traumhaft. Weisser Sand, kristallklares Wasser, wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Und zudem noch gratis im Paket inbegriffen, konnten wir einen Wal bewundern. Dieser Tag hat uns ein paar Mal Gänsehaut bereitet. Auch Airlie Beach ist ein schickes Örtchen und sehr kinderfreundlich. Hier haben wir zum ersten Mal auf dem Campingplatz sehr schöne Kinderspielplätze und Wasserrutschen gehabt. Von hier aus, waren die Campingplätze alle sehr schön und grosszügig für die Kinder eingerichtet.

Magnetic Island

Fraser Island

Nach drei wunderschönen Tagen und 863 km Fahrt, erreichen wir Hervey Bay, wo die Fraser Island sehr nah sind und wir gerne hätten besuchen wollen. Doch nach einigen Diskussionen und Überlegungen, entschieden wir uns gegen diesen Ausflug. Wir haben wahrscheinlich eine tolle Tour verpasst, jedoch haben wir sie als nicht geeignet empfunden, um sie mit einem knapp 20-monaten alten Baby zu machen. Wir hätten noch den Kindersitz mitnehmen müssen und es wäre eine sehr holperige Angelegenheit gewesen. Stattdessen haben wir tolle Bekanntschaften mit italienischen Rentnern gemacht, die, wie viele andere Australier, den kalten Süden verlassen, um das schöne Wetter im Norden zu geniessen. Zudem gab es in der ersten Nacht Besuch von Räubern, welche unseren Nachbarn die Geldbeutel aus dem Auto gestohlen haben. In der zweiten Nacht als ich (Roger) um Mitternacht die Toilette aufsuchen musste, habe ich einen Räuber auf dem Campingplatz erwischt. Er verschwand sehr schnell Richtung Ausgang… Der Aufenthalt in Hervey Bay war auch ohne Fraser Island sehr aufregend.

Unsere Autofahrten

Die Fahrten sind immer sehr spannend. Beim Fahren ändern wir jedes Mal unsere Pläne und die Destinationen. Viele guten Ideen kommen zusammen, die sortiert, ausgeschlossen oder bearbeitet werden. Mittlerweile haben wir uns entschieden, den Aufenthalt in Australien zu kürzen, das heisst auch, dass wir schneller unterwegs sind und weil es im Süden kalt ist, haben wir uns auch entschieden einige Destinationen wie Adelaide, Perth oder der kalte Outback mit dem Uluru wegzulassen. Auch wenn es zeitlich machbar gewesen wäre, werden für uns die sehr frischen Abende im Zelt langsam anstrengend und energieraubend und wir suchen nach Alternativen. Emilia ist während den Fahrten immer gut drauf. Sie schaut ihre Bücher an, bewegt sich zur Musik, die gerade im Radio läuft, isst Kekse oder schläft friedlich, und wir schmieden weiter an den Plänen.

Fertig Camping

So, einmal an der Sunshine Coast angekommen, merken wir, dass es langsam gut ist mit Zelten und schliessen am Dicky Beach, nach gut zweieinhalb Monaten, mit dem Campingleben ab. Ein bisschen tut es uns weh, aber die Energie lässt nach und die Nächte sind kalt. Klar, wir sind mittlerweile daran gewöhnt und glücklicherweise nie krank geworden aber der Spassfaktor nimmt langsam ab, also ist es wirklich an der Zeit gekommen, nach wärmeren Aufenthalte Ausschau zu halten.

Gesagt getan, so verbringen wir die weiteren Nächte immer mit einem Dach über den Kopf. Und zwar starten wir im wunderschönen subtropischen Örtchen Cooroy, wo eine ehemalige Schulkollegin von mir (Maria) mit der Familie wohnt. Jacqueline ist vor acht Jahren der Liebe wegen nach Australien ausgewandert und wohnt, wie sie es selber nennt, auf einem kleinen Stück Paradies, umgeben von sehr viele tropischen und subtropischen Pflanzen, von denen wir in der Schweiz nur träumen können. In ihrem Garten wachsen Bananen, Mangos, Ananas, Orangen, Mandarinen, Papaya und noch vieles mehr. Zudem lassen sich am Morgen früh und am Abend Kängurus in unmittelbarer Nähe blicken. Wir haben zwei tolle Tage verbracht und am Freitagabend hatte sie Frauenabend und ich durfte dabei sein. Eine weitere Schweizerin habe ich kennen gelernt und weitere tolle Frauen, die sich ein Leben im Ausland aufgebaut haben und doch ab und zu ein Stück Heimat suchen, um dem Heimweh ein bisschen zu entkommen, wobei sie nie im Leben zurückgehen würden, da das Leben in Australien anscheinend sehr gemütlich und schön ist. Roger hat sich netterweise an diesem Abend als Babysitter erklärt und auf die Kinder im Haus aufgepasst.

Brisbane

In Brisbane haben wir wieder mal eine Stadtrundgang gemacht. Seit Singapur, ist Brisbane eine der ersten grösseren Städte, die wir wieder besucht haben. Wahrscheinlich haben wir uns an den ruhigeren Campingplätzen und an den kleineren Örtchen gewohnt, aber ich empfinde Brisbane gerade als sehr überfüllt und chaotisch. Was sie aber nicht ist. Entlang des Flusses ist es schön zu spazieren, man kann fein essen und eine tolle Aussicht geniessen. Wir haben das Auto im Parkplatz gelassen und waren zu Fuss unterwegs. Viel haben wir nicht gemacht aber wir haben uns auf das Hotel riesig gefreut, das Bett war sehr bequem und es war schön wieder an der Wärme zu sein.

Gold Coast

Von Brisbane ging es weiter an die Gold Coast, genauer gesagt nach Surfers Paradise. Schön windig war es dort, also die genauen Voraussetzungen zum Surfen sind gegeben. Roger hat dann eine Lektion gebucht und sich die Technik sofort angeeignet. Nach zwei Stunden konnte er schon mal kurz auf dem Brett stehen. Gut hat er darauf ausgesehen J!

Ehrlich gesagt, ausser zum Surfen hat uns Surfers Paradise nicht gross gefallen. Die Cafés und die Restaurants sahen nicht so anziehend aus. Wir hatten ein kleines Apartment mit Küche und waren froh, nicht auswärts essen zu müssen. Auch diese vielen Hochhäuser am Strand waren unserer Meinung nach sehr unpassend und auch unschön. Aber nicht weiter schlimm, dafür war dann Byron Bay um so charmanter.

Byron Bay

Ein kleines schmuckes Städtchen, welches vor allem bei Hippies und Surfern sehr bekannt ist. Wir haben die gemütliche Atmosphäre dort sehr genossen und uns sehr wohl gefühlt. Am besten hat uns gefallen, dass die Hochhäuser wieder flachen kleinen Häusern gewichen sind. Zudem war der Wochenendmarkt sehr spannend und interessant. Es wurden viele Handgemachte und Nachhaltige Waren und Leckereien aus der Region angeboten. Ein weiteres Highlight war natürlich der Leuchtturm, welcher in Byron Bay wunderschön auf einem Hügel steht. Die Aussicht ist einfach atemberaubend und wunderschön.

Sydney 

Vom Ruhigen Dörfchen wieder in die grosse und quirlige Grossstadt. Hier war natürlich Sightseeing angesagt. Wir haben 3 Tage die Sehenswürdigkeiten wie Opernhouse, Harbour Bridge, Eye Tower, Botanic Garden und zu guter Letzt den schönen Bondi Beach besucht. Für uns war vor allem der Bondi Beach der Höhepunkt. So nahe an der Stadt einen so wunderschönen Strand zu haben ist wirklich einmalig. Nur ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum kann man Surfen, Baden und das Meer geniessen. Zudem ist das Meer sehr sauber und türkisblau. Ein traumhafter Ort in mitten einer Grossstadt.

Great Ocean Road & Melbourne

Von Sydney aus ging es nun Richtung Melbourne und somit Endstation für uns. Da diese letzte Strecke doch noch lang ist, gab es vorher noch ein paar Zwischenstopps und bevor wir in Melbourne ankamen, durchfuhren wir die Great Ocean Road. Eine etwa 200 km lange Strecke entlang des Meeres, wunderschön zum Befahren. Höhepunkt waren natürlich die Twelve Apostels. Unberührte Natur und Felsen, die sich mit der Zeit und mit dem Vergehen der Jahre verändern. Schon jetzt waren die «Zwölf Aposteln» nicht mehr vollzählig. Eine Weite, die Gänsehaut bereitet. Die Natur in Australien ist einfach überwältigend.

Bevor es dann endgültig nach Melbourne ging, machten wir noch einen Stopp in Ballarat. Wir übernachteten in einem tollen B&B, mit Kamin und sehr eleganten Zimmern. In Ballarat fuhren wir zu einer Kirche, die einen Second-hand Laden betrieb, die sogenannten OP-Shop (Opportunity Shop). Dort verschenkten wir unser gesamtes Campingsortiment. Von den Matten, bis zum Zelt. Nur die Schlafsäcke und die Bettflaschen haben wir behalten. Mit viel viel leichterem Gepäck und eine leichtere Seele fuhren wir dann endgültig nach Melbourne.

Die zweitgrösste Stadt Australiens gefällt uns gut. Es hat viele gemütliche Kaffees und viele Junge Leute. Die vergangenen 4 Monate haben wir uns immer gefragt, wo sind die jungen Leute in Australien? Da haben wir sie also gefunden. Es fällt auf, dass es die jungen Australier in die Grossstädte wie Melbourne zieht. Die Kaffees sind auch am Abend unter der Woche sehr gut besucht, was das Leben und die Atmosphäre sehr entspannt macht. Unser Hotel war im Quartier St. Kilda welches ca. 25 Minuten vom Stadtzentrum entfernt war. Da Melbourne ein gutes Tramnetz hat und wir das Tram direkt vor der Haustür hatten, war dies ein perfekter Standort, um die Stadt zu erkunden. In Melbourne haben wir das CBD besucht und das italienische Quartier Carlton mit dem italienischen Museum. Weiter konnten wir 10 Gehminuten von uns noch die Pinguinkolonie am St. Kilda Pier bestaunen. Was ein weiteres tierisches Highlight auf unserer Reise war.

In dem wir durch die Strassen Melbournes schlenderten, hatten sich unsere Gedanken bereits an die kommenden Destinationen geklammert.

Fragen über Fragen

Wie wird es mit unserer Reise weitergehen? Wie wird es in Fidschi sein? Sollen Wir Neuseeland bereisen oder nicht? Wie lange sollen wir in Neuseeland bleiben? Wann reisen wir zurück in die Schweiz?

All diese Fragen haben uns in Melbourne beschäftigt. Wie es bei uns weiter ging, werden wir euch nächstens auf unserem Blog erzählen!

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